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Prinzessin Stephanie von Baden engagiert sich als Schirmherrin

Die Ärmsten dieser Welt benötigen schnelle und direkte Hilfe. Ohne Umschweife nahm IKH Prinzessin Stephanie von Baden dies zum Anlass, die Schirmherrschaft für das Projekt 'ERB für Afrika' zu übernehmen. Not zu lindern  und Menschen ihre Würde zurückzugeben, das nimmt sich die badische Prinzessin sehr zu Herzen.
Ihre Betroffenheit über die kathastrophalen Zustände in Swasiland wandelt sie um in soziales Engagement. Sie ruft die Öffentlichkeit zur Mithilfe auf, dem Elend entgegenzuwirken. Im Verlauf des Projektes wird sie notleidende Familien in Swasiland aufsuchen, und sich über geleistete Hilfe informieren.

Prinzessin Stephanie von Baden, Sie leben als Mitglied der merkgräflichen Familie am Bodensee und wohnen in Schloss Salem. Viele Mädchen träumen davon, Prinzessin zu werden, einen Prinz zu heiraten. War das bei Ihnen auch so?
Nicht ganz so. Ich habe den Mann meines Lebens geheiratet. Dadurch ist mein Traum in Erfüllung gegangen. In meiner neuen Heimat bin ich von den Menschen, von der Familie sehr herzlich aufgenommen worden. Seit fast zwei Jahren lebe ich nun in Baden und fühle mich sehr wohl. Wir genießen sehr unser Privatleben und freuen uns, ganz normal leben zu können.

Was wollten Sie werden, als Sie noch ein Kind waren?
Ich habe als kleines Mädchen davon geträumt, Pippi Langstrumpf zu sein.

Sie haben in Hamburg studiert und bei verschiedenen Modefirmen und –verlagen gearbeitet. Wodurch unterscheidet sich Ihr heutiges Leben zu früher?
Mein Leben hat sich natürlich verändert. Jetzt bin ich Mutter und Hausfrau. Ich kümmere mich um unseren kleinen, einjährigen Sohn, der viel Liebe und Aufmerksamkeit braucht. Außerdem ist der Haushalt, den ich führe, recht groß und wir haben des Öfteren viele Gäste.
Aber nach wie vor reite ich gerne, spiele Tennis und segle.

Ihre offizielle Anrede lautet Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Stephanie von Baden. Spielt die Etikette in der markgräflichen Familie eine große Rolle?
Mein offizieller Name ist Prinzessin von Baden, und „Ihre Königliche Hoheit“ ist eine traditionelle Anrede. Das spielt aber innerhalb der Familie keine Rolle.

Adel verpflichtet... – Welche Bedeutung messen Sie diesem Satz bei?
Ich denke, dass jeder Staatsbürger eine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft und dem Staat hat. Jeder Einzelne muss einen Beitrag leisten. Die Gesellschaft muss zusammenwirken und zusammenarbeiten, ein jeder nach seinen Möglichkeiten. Als Mitglied des Hauses Baden, kommen natürlich auch Verpflichtungen auf mich zu. Mein Mann ist der älteste Sohn vom Markgraf und da gibt es einiges zu tun.

Sie engagieren sich auch in der badischen Kirchenpolitik. Worin besteht Ihre Aufgabe?
Ich bin Mitglied in der badischen Landesynode, dem Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche in Baden. Es setzt sich zusammen aus berufenen und gewählten Mitgliedern, die jeweils für sechs Jahre in ihrem Amt sind. In der Synode werden kirchenpolitische und wirtschaftliche Angelegenheiten beraten.
Es besteht eine enge Beziehung zwischen dem Haus Baden und der Evangelischen Landeskirche in Baden, eine Tradition, die nun fortgeführt wird. Ich freue mich sehr darüber, ins Kirchenparlament berufen worden zu sein, aktiv mitzuarbeiten und mitzugestalten.

Sie haben sich bereiterklärt, für das Projekt „ERB für Afrika - Baden hilft Swasiland“ die Schirmherrschaft zu übernehmen. Was hat Sie dazu bewegt?
Ich hab’ mich spontan entschlossen, die Schirmherrschaft für dieses Projekt zu übernehmen, weil ich es ganz besonders schön finde, dass Menschen aus Baden direkt dort vor Ort helfen können.

Sie kennen die Bilder aus Swasiland, von den Menschen, die dort leben. Welchen Eindruck hinterlassen sie bei Ihnen?
Diese Bilder machen mich wirklich betroffen. Man sieht die Armut und weiß, es muss etwas geschehen. Es reicht nicht aus zu sagen: „Oje, die Ärmsten!“
Man muss diese Betroffenheit positiv umsetzen, in Form von Hilfe. Jeder Mensch, jede Familie, jeder Staat kann etwas dazu beitragen.

Wie kann ein solcher Beitrag aussehen?
Wir müssen versuchen, eine Brücke zwischen Baden und Swasiland zu schlagen, damit die Menschen hierzulande den Menschen in Swasiland helfen können. Baden hilft Swasiland - Das ist eine ganz tolle Sache! Darum habe ich mich auch gleich bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Es herrscht ein starker Bildungsnotstand in Swasiland. Nur ganz wenige der Swazi können lesen oder schreiben. Sehen Sie als die Schirmherrin von „ERB für Afrika“ eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken?
In Deutschland hat jedes Kind die Möglichkeit, Schulen zu besuchen und das wünsche ich mir auch für die Kinder in Swasiland, denn das ist die Zukunft. Es ist natürlich vorrangig, zunächst bei Hunger und Krankheit Abhilfe zu schaffen und die Notleidenden mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen.
Langfristig gesehen ist jedoch Bildung ein sehr wichtiges Thema. Denn nur so können wir gewährleisten, dass sich die Swazis alleine helfen können und nicht für immer auf unsere Hilfe angewiesen sein müssen.

„ERB für Afrika“ bietet auch die Möglichkeit, Patenschaften zu übernehmen. Was halten Sie von dieser Idee?
Das finde ich ganz prima! Der Evangelische Rundfunkdienst Baden wird das Projekt vor Ort begleiten. Und so wird uns Swasiland ganz nah gebracht, obwohl es kilometerweit entfernt ist, obwohl die Jahreszeiten entgegengesetzt zu den unsrigen verlaufen. Wenn man eine Patenschaft übernimmt, kann man am Leben eines Kindes in Swasiland Anteil nehmen. Das finde ich sehr schön.

Wie schätzen Sie denn die Hilfsbereitschaft der Badener in diesem Zusammenhang ein?
Man darf die Probleme in Deutschland natürlich nicht übersehen oder die Armut in Deutschland gar aus dem Auge verlieren. Trotzdem ist es wichtig, auch andern zu helfen. Die Badener sind ein sehr offenes und fröhliches Volk. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die bereit sind, über die eigenen Grenzen hinaus zu helfen und zu sehen, dass die Hilfe ankommt.

Haben Sie vor, für die Schirmherrschaft nach Swasiland zu reisen?
Ja, sicherlich. Ich find’s eine gute Idee, dass der ERB das ganze Projekt begleitet, dass dokumentiert wird, was vor Ort an Hilfe ankommt. Da werde ich natürlich auch hinreisen und nachsehen.

Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Stephanie von Baden wurde in Uelzen geboren. Sie studierte in Hamburg arbeitete bei verschiedenen Modefirmen und –verlagen. Seit ihrer Hochzeit mit dem ältesten Sohn des Markgrafen von Baden, lebt sie am Bodensee auf Schloss Salem. Nun engagiert sich die badische Prinzessin als Schirmherrin für „ERB für Afrika“.

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